27.03.2011 - Geschäftsaufgabe
Liebe Kunden,
ab dem 01.04.2011 starten wir unseren Räumungsverkauf und planen, das Geschäft bis Jahresende 2011 zu schließen - je nach Verlauf des Abverkaufes ... ursprünglich geplant war der 31.5. aber wie haben noch genügend Ware, um weiterhin offen lassen zu können. Bitte die Ferien im Juni beachten.
Diese Entscheidung ist uns nicht einfach gefallen, es sind einige Faktoren, die dazu geführt haben. Wir haben immer ein gutes und vertrauenvolles Verhältnis zu unseren Kunden gepflegt und möchten Ihnen deshalb nachfolgend erläutern, was uns zu dieser Entscheidung bewogen hat.
1. Wirtschaftlichkeit
- ohne Eurominis macht es keinen Sinn mehr für uns, das Geschäft weiter zu führen - von 6.500 Artikeln fehlen 4.500 und mit dem Rest kann man einfach nicht den Umsatz erzielen, der notwendig ist, um die Fixkosten für unsere Geschäftsräume und den Online-Shop vernünftig zu decken.
- mit Dollshouse Emporium läßt sich zwar die Lücke in der Menge der angebotenen Artikel einigermaßen schließen, jedoch sind deren Konditionen ein vielfaches ungünstiger, da Mindestabnahmen verlangt werden, extrem hohe Versandkosten aus England (Insel) verrechnet werden und das Währungsrisiko zu unseren Lasten geht
- andere Anbieter aus England mit ähnlichem Lieferprogramm wie einst Eurominis haben sich nicht als zuverlässige Lieferanten erwiesen
2. Zukunft im Miniaturenbereich
Wir importieren direkt aus China und betrachten mit Sorge die dortige Entwicklung, welche sich erst in den nächsten Monaten bzw. 1-2 Jahren im Miniaturenbereich bemerkbar machen werden: die Preise haben sich von 2009 bis 2011 nahezu verdoppelt, die Mindestabnahmemengen wurden verdreifacht. Dies wird unweigerlich erhebliche Preissteigerungen mit sich bringen.
3. Familiäre Situation
Als Eurominis im Herbst 2010 seine geplante Schließung bekannt gab, änderte sich alles für uns über Nacht und ohne Vorwarnung. Die Bestelleingänge schossen in zuvor unvorstellbare Höhen und es kostete unsere ganze Kraft und Mühe, alle Kunden einigermaßen zeitgerecht beliefern zu können.
Unsere 8-jährige Tochter wurde für ganze 4 Monate zur Oma "ausquartiert", unser Arbeitstag belief sich auf 15-17 Std. täglich, auch am Wochenende. Trotz unseres unermüdlichen Einsatzes verlängerte sich die Lieferzeit, auch konnte von Eurominis nicht mehr alles nachgeordert werden.
Wir mußten in dieser Zeit erstmal die Erfahrung machen, daß es Kunden gibt, die dafür kein Verständnis haben. Es waren zwar nur wenige, aber die damit verbundenen Vorhaltungen und teils auch Beschimpfungen zerrten doch am ohnehin strapazierten Nervenkostüm. Ein kurzer Urlaub zwischen den Jahren brachte nicht die gewünschte Erholung, seit Januar bin ich immer wieder erkrankt, zuletzt 3 Wochen mit heftiger Grippe und hohem Fieber im März (und die Kleine ist dann auch immer dabei). Aus der Not heraus sind wir seit Dezember dazu übergegangen, Pakete teilweise ohne Rechnungen zu verschicken und diese dann nach zu senden ... im Moment ist selbst hier noch einiges aufzuarbeiten, nicht nur die laufenden Bestellungen, Buchhaltung, etc. etc.
In dieser "Kranken-Zeit" reifte dann unser Entschluß, das Geschäft aufzugeben. Die obigen Gründe taten ihr übriges und deshalb entscheiden wir uns "pro Familie" mit hoffentlich mehr Zeit und Muße, dem Hobby "Puppenhaus" selbst endlich mal nachgehen zu können. Mein eigener Bausatz liegt seit 5 Jahren auf dem Dachboden und wurde aus Zeitmangel bislang nicht gebaut, das wird sich hoffentlich im Herbst dann ändern 
Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an all unsere Kunden, die uns jahrelang treu zur Seite standen.
Liebe Grüsse
Heike Rall